Der dänische Begriff "Rangiertraktoren" bezeichnete Kleinlokomotiven, die von geschultem
Personal bedient werden konnten, zu deren Betrieb aber kein
voll ausgebildeter Lokführer erforderlich war. Die
Traktoren übernahmen leichte Rangieraufgaben, die zuvor
mit Pferden oder Dampfloks erledigt wurden. Die DSB beschaffte
ab Mitte der 1920er Jahre eine bunte Mischung
verschiedener Rangiertraktoren - alle sehr klein und zumeist offen.
Die ersten Fahrzeuge waren mit Vergasermotoren ausgestattet,
ab 1932 wechselte die DSB auf Dieselmotoren. Erst
ab 1951 wurden zur endgültigen Ablösung der
Dampftraktion einheitlich stärkere Muster der Typen
"Ardelt" und "Køf" beschafft.
Das letzte Rangierpferd tat in Tolløse Dienst und durfte 1958
in Pension gehen, der Dampflokbetrieb wurde bis 1970 schrittweise eingestellt.
Seit den 1990er Jahren nahm der Bedarf an leichten Rangierfahrzeugen
stetig ab, da der Güterverkehr aus der Fläche zurückgezogen
wurde und festgekuppelte Triebzüge den Reisezugdienst übernamen.
Durch die Öffnung der großen Brücken über Store Bælt 1998 und
Øresund 2000 entfielen außerdem die Rangieraufgaben in den Fährhäfen.
Mit Ausmusterung der "Køfs" scheint die Ära der
Rangiertraktoren beendet zu werden.
Ursprünglich waren die Traktoren schwarz, 1951 wurde das DSB grün
2 eingeführt und 1972 das rot/schwarze DSB-Design.
Die DSB-Traktoren wurden anfänglich nur mit dem Namen ihrer Heimatstation bezeichnet.
Ab 1928 kennzeichnete die DSB ihre Rangiertraktoren mit Fahrzeugnummern,
eigene Baureihenbezeichnungen wurden nicht vergeben.
Spätestens hier macht die dänische Angewohnheit Sinn,
möglichst jedem Fahrzeugtyp einen Spitznamen zu verpassen,
zumal einige Betriebsnummern mehrfach vergeben wurden.
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