* 20. Oktober 1913, † 11. November 1975: Grafiker
Der Grafiker Aage Rasmussen wurde am 20. Oktober 1913 in Holevad auf Fünen geboren und
ließ bereits in jungen Jahren reichlich Talent für das Zeichnen erkennen, wobei er immer
wieder Eisenbahn bezogene Motive wählte. Nach einer Lehre an der "Kunsthåndværkerskolen"
und einem Studium an der "Det Tekniske Selskabs Skole" Kopenhagen etablierte er
sich als Gebrauchsgrafiker. Als persönliches Vorbild nannte er den ukrainisch/französischen
Plakatkünstler Adolphe Jean-Marie Mouron alias "A.M. Cassandre" (1901-1968),
dessen Arbeiten als Ikonen des "Art Déco" gelten. Seinen entscheidenden
Karriereschritt wagte Aage Rasmussen 1937, als er ein in Eigeninitiative angefertigtes
Plaket mit
Lyntog-Motiv in der Zentrale der DSB-Verwaltung präsentierte.
Sein Vorschlag wurde umgehend akzeptiert und auch international gewürdigt mit einem Ehrendiplom auf der
Pariser Weltausstellung 1937 sowie 1939 mit dem 1. Platz beim internationalen Wettbewerb in Japan an
der Universität Wasada. Zahlreiche Aufträgen folgten und so prägte der Aage
Rasmussen-Stil über 30 Jahre das grafische Erscheinungsbild der DSB. Auch andere Kunden,
insbesondere aus den Branchen Reise, Transport und Touristik, setzten ebenfalls auf seine
Kunst. Die internationale Anerkennung seines Wirkens zeigte sich u.a. durch Ausstellungen
in Amsterdam 1938 und Matsuzakaya, Wasada, Japan 1939. Seinen Unterhalt sicherte eine
Halbtagsstelle in der DSB-Werbeabteilung, die er 1954-71 innen hatte. Aage Rasmussen
verstarb am 11. November 1975 in Kopenhagen in Folge eines Hirntumors.
Quellen:
Aasted Schanz, Elsebeth (2013): Tre plakatklassikere fylder 100. In: Den Gamle By 2013: 69-78.
Kofod-Hansen, Elisabeth (2026): Aage Rasmussen. Weilbachs Kunstnerleksikon bei Lex - Danmarks Nationalleksikon, lex.dk.
Sørensen, Per: Aage Rasmussen 1913-1975. Danske Postkortkunstnere, https://www.piaper.dk
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