Für den Kombinierten Verkehr wurden ab den 1970er Jahren spezielle "Flachwagen mit Drehgestellen in Sonderbauart"
(Gattung S) entwickelt. Diese dienten ausschließlich zur Aufnahme von entsprechenden Transporteinheiten, waren
aber mangels eines durchgehenden Bodens für andere Zwecke nicht verwendbar. Dabei entstand auch die Bauform
"Taschenwagen" (dän. Lommevogn) als universelle Lösung für die Transportformate Container, Sattelauflieger
und Wechselaufbauten. Charakteristisch für diese Waggons war die zwischen den Außenlangträgern abgesenkte Ladetasche
für das Fahrgestell eines Sattelaufliegers. So ließen sich die Straßenfahrzeuge vertikal verladen und innerhalb
des Lichtraumprofils auf der Schiene befördern. Der Sattelauflieger wurde dabei im Waggon mit dem Königszapfen
in einem Stützbock automatisch verriegelt, sein Fahrwerk wurde mit verschiebbaren Radvorlegern fixiert. Beim
Transport von Wechselaufbauten und Containern sicherten ISO-Aufsetzzapfen und aufklappbare Containerriegel
die Ladung. An der Entwicklung der Taschenwagen entsprechend UIC-Standards beteiligten sich neben den Waggonbauern
auch Bahngesellschaften und Logistikunternehmen, wodurch europaweit einheitliche Lösungen erreicht wurden. Für
die Drehgestelle wurde das Standardmuster Y25Css verwendet. Nach 2000 wurde die Bauform des Doppelwagens mit
2 Taschenrahmen auf 3 Drehgestellen zum branchenüblichen Standard.
Quellen:
Andersen, Torben (2020): Containere og veksellad 1970-2001. Lokomotivet årsskrift 2020:30-44.
Andersen, Torben (2023): DSB godsvogne 1965-2001, litra E til U. Virum: TjA Historic.
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