In Aabybro nördlich von Aalborg eröffnete 2024 die Einrichtung "Formidlingscenter Munidorf"
mit Informationstafeln an einem alten Munitionsbunker. Von diesen hatte die Deutsche Luftwaffe
1944/45 während der Besetzung Dänemarks insgesamt 6 Einheiten errichtet zur Versorgung der rund
10 km entfernten Luftwaffenbasis Aalborg Vest mit Munition und Bomben. Der Anschluß erfolgte
durch eine Schmalspurbahn, die mit den 2 Pedershaab-Kleinloks "David" und "Goliat"
betrieben wurde. Zum Schutz vor der alliierten Luftaufklärung war die gesamte Anlage als
gewöhnliches Dorf mit Häusern, Kirchturm und Straßen getarnt. Dabei waren Fenster, Türen und
selbst die typischen Stockrosen an den Kulissenbauten lediglich aufgemalt. Offensichtlich
funktionierte die List, denn obwohl den Briten die Existenz eines falschen Dorfes bekannt
war, wurde das "Munidorf" nie lokalisiert und bombardiert. Nach der Befreiung
Dänemarks wurde einer der Bunker gesprengt, die anderen verschwanden unter Erdreich und
Bewuchs. Ein Bunker wurde für Besucher bei freiem Eintritt zugänglich gemacht, seit 2026
ist hier auch eine zweiachsige Pedershaablok (354 / 1942) aufgestellt, die den verschollenen
Wehrmachtsloks gleicht.
Direkt an der Informationseinrichtung befindet sich die alte Eisengitterbrücke der
"Fjerritslev-Frederikshavn Jernbane" (FFJ) über die Ryå von 1896, die als
Fußgängerbrücke erhalten blieb.
Anschrift:
Formidlingscenter Munidorf
Viaduktvej 30
DK-9440 Aabybro
Quellen:
Lokalhistorisk Forening for Aaby Sogn: https://arkivaaby.dk
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