Der Durchbruch für
die Dieseltraktion bei den dänischen Privatbahnen kam mit einem
Frichs-Modell, das auf Grund seiner charakteristischen, kastenförmigen
Erscheinung allgemein als "Firkantede" (Viereckige)
bekannt wurde. 1932-38 wurden nach diesem Konzept insgesamt 23
dieselelektrische Maschinen gebaut, die sich in Achsanordnung,
Leistung und anderen Details unterschieden.
Die "Firkantede" waren auf einem
starren Plattenrahmen aufgebaut, in dem die Treibradsätze und Fahrmotoren
gelagert waren. Die häufigste Achsanordnung war 1'
Co 1'. Die kleinen endständigen Laufradsätze waren
als Adamsachsen ausgeführt, deren Lager sich mit Gleitflächen
seitlich auf einem Kreisbogen verschieben ließen. Die
Fahrzeugkästen waren genietet und nahmen den Maschinenraum, einen
Packraum, sowie die beiden Führerstände auf. Viele der Loks waren mit
Übergängen an den Stirnseiten versehen. Auf dem gewölbten Dach
waren Laufplanken und Kühlelemente montiert. Einige Loks hatten
durchbrochene Stirnwände um den Fahrtwind besser auf die
Kühlelemente zu lenken.
Die Firkantede erwiesen
sich mit ihren langsamlaufenden Dieselmotoren als ausgesprochen zuverlässig
und wurden von zahlreichen Privatbahnen bis in die 1970er Jahre
eingesetzt - VNJ DL 12 sogar bis 1988. Wie bei den dänischen
Privatbahnen üblich, gab es auch hier zahlreiche farbliche Varianten.
Museal erhaltene Fahrzeuge (DJK):
Lokomotivklubben KLK: VNJ 11
MHVJ: VNJ DL 12, AHJ ML 5203, SB M 4 (z.Zt. Djursland Jernbanemuseum)
Maribo Bandholm Jernbane (MBJ): LJ M 9
| Technische
Daten Firkantede |
| Anzahl |
23 |
| Hersteller |
Frichs |
| Baujahre |
1932-38 |
| Achsfolge (Anzahl) |
1' Co 1' (15), 1' Bo 1' (4), 1' Bo1 1' (2), Bo1 (1), 1' Do 1' (1) |
| Länge über Puffer |
7.730 - 11.230 mm |
| Motor |
Frichs, verschiedene Typen, 6 Zylinder |
| Leistung |
210 PS (151 kW) bei 750 U/min - 500 PS (368 kW) bei 650 U/min |
| Kraftübertragung |
dieselelektrisch |
| Höchstgeschwindigkeit |
60-85 km/h |
| Dienstgewicht |
28,9-53,0 t |
| Zuladung im Traglastenraum* |
2,0-3,0 t |
* = Bei den drei Loks der LJ nahm der Packraum den Kessel für die Zugheizung auf,
die drei Loks der HP verfügten über einen zusätzlichen Postraum.
Abbildungen:
Zum Verbleib der einzelnen Loks s. Fahrzeugliste
Quellen:
Andersen, Torben (1996): Hvordan så de ud? Frichs firkantede, 1.-4. del.
Lokomotivet 46: 36-40, 47: 29-32, 48: 29-32, 52: 34-40.
Andersen, Torben (2002): Paint shop: Frichs firkantede. Lokomotivet 72: 20-23.
Lauritsen, Tom (2002): Danske Privatbaners Motormateriel 1921-2001. Smørum: bane bøger.
Norsker, Niels-Erik (1994): Frichs firkantede. Lokomotivet 4(36): 17-18.
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