Nach den ersten Erfolgen der
Privatbahn-Triangelwagen begann
sich auch die DSB für diesen Fahrzeugtyp zu interessieren.
Die Triebwagen waren der Dampftraktion auf Nebenstrecken wirtschaftlich weit
überlegen und konnten auch gegen die neuentstehenden Buslinien
bestehen. Nachteilig war allerdings die Verwendung von Lkw-Komponenten für
die mechanische Steuerung von Motor und Getriebe. So ergab sich der
ungünstige Umstand, dass nur ein Führerstand eingerichtet werden konnte.
Für den Zweirichtungsbetrieb mußten daher zwei Triebwagen
"Rücken-an-Rücken" gefahren werden, wobei immer nur
die Triebkraft des jeweils führenden Wagens verfügbar war. Die
Anhängelast war darüber hinaus durch die schwache
Motorisierung und die fehlende durchgehende Zugstange begrenzt.
Die DSB wartete einen
zuverlässigen Entwicklungsstand der Triangelwagen ab, bis sie
selbst diese Fahrzeuge einführte. Versuchsweise wurden 1925 drei
zweiachsige (Modell V) und 1926 zwei dreiachsige Triebwagen (Modell
VI) beschafft. Die Wahl für Serienfahrzeuge fiel schließlich
auf die zweiachsige Ausführung, die sich gegenüber den
Varianten für die Privatbahnen durch die offene Einstiegsbühne
am hinteren Wagenende unterschieden. Die DSB erwarb ihre
Triangelwagen in zwei Serien:
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Die erste Triangel-Serie
der DSB von 1927 (Modell VIII) wurde als Baureihe ME eingereiht. Aus
Gewichtsgründen verfügten die Triebwagen lediglich am
hinteren Ende über eine einfache Mittelpufferkupplung. Für
einen flexibleren Einsatz wurden 1932 Puffer und Regelkupplungen
nachgerüstet.
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Ab 1928 beschaffte die DSB 18
verbesserte Triangelwagen der Baureihe MF (Modell VIII A), die
bereits ab Werk mit Puffern und Regelkupplungen ausgestattet waren.
Weiterhin wurden jetzt Viergang-Getriebe (ME drei Gänge) und
stärkere Motoren verwendet. Letztere wurden wegen
Lieferschwierigkeiten aber nur in acht Fahrzeugen eingebaut. 1950
wurden vier MF mit 150 PS Dieselmotoren ausgestatttet und weiterhin
als Reihe MC geführt.
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Die Reihen ME und MF
bedienten landesweit Nebenstrecken zusammen mit den zweiachsigen
Beiwagen der Typen FD und FE von Scandia. Die DSB rangierte 1956 ihr
Triangelmaterial aus, einige Exemplare gelangten zu verschiedenen
Privatbahnen, wo sie bis in die 1960er Jahre im Einsatz waren. Die
DSB-Triangelwagen wurden mit Teakholz verkleideten Wagenkästen
in Klarlack geliefert, die Fahrzeugnummern waren in Lettern aus
Bronzeguß an den Seitenwänden angeschraubt.
Museal erhaltene Fahrzeuge:
Danmarks Jernbanemuseum: ME 35
Nordsjællands Jernbaneklub (NSJK): ME 33, MF 67 (MC 653)
Østsjællandske Jernbaneklub (ØSJK): MF 53 (MC 651)
| Technische Daten
DSB ME 31-47, MF 51-68: |
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ME |
MF |
| Anzahl |
17 |
18 |
| Hersteller (Typ) |
Triangel (Modell VIII) |
Triangel (Modell VIII A) |
| Baujahre |
1927-1928 |
1928-1929 |
| Achsfolge |
1 A |
1 A |
| Länge über Puffer |
10.720 mm* |
11.330 mm |
| Motor |
Continental 15 H, 6 Zylinder |
Continental 16 H, 6 Zylinder |
| Leistung |
74 kW (100 PS) bei 2000 U/min |
88 kW (120 PS) bei 2000 U/min** |
| Kraftübertragung |
benzinmechanisch |
benzinmechanisch |
| Höchstgeschwindigkeit |
60 km/h |
60 km/h |
| Dienstgewicht |
13,3 t* |
14,8 t |
| Einrichtung |
33 Sitzplätze, 1 WC |
33 Sitzplätze, 1 WC |
* = Lieferzustand mit Mittelpuffer-Kupplung
** = 10 Fahrzeuge wurden nur mit der 100 PS Variante ausgerüstet.
Abbildungen:
DSB ME:
DSB MF:
Quellen:
Gram Alkjær, Hans et al. (1976): Motor Materiel 1: Jernbanemotor
materiellet fra Triangel. Dansk Jernbane-Klub.
DSB (1941): Fortegnelse over driftsmateriellet. Reprint: Roskilde, banebøger (1988).
Østsjællandske Jernbaneklub (ØSJK): www.osjk.dk
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