1935 erschien die Baureihe
MO als stärkere Version der Reihe
MP. Die wesentlichen
Neuerungen waren eine Fernsteuerung System
ASEA-Åkerman
für Doppeltraktion sowie das
jetzt zweiachsige Drehgestell mit den elektrischen Fahrmotoren. Die
doppelt ausgelegte Maschinenanlage wurde von den zeitgleich
entwickelten
MS "Lyntog"-Triebzügen
übernommen. Die ersten beiden MOs wurden von B&W und Scandia geliefert, alle
weiteren entstanden bei Frichs und Scandia. Bis 1940 wurden insgesamt
49 MOs in den Lieferserien I - IV beschafft; die zunächst
verwendeten 200er Betriebsnummern wurden 1941 durch 500er ersetzt. Die 12
MOs der Serie III erhielten auch auf der Motorseite ein nur zweiachsiges
Drehgestell, um auf den Rampen der Eisenbahnfähren einsetzbar zu
sein.
Die MOs wurden zunächst
im Lokalverkehr um Kopenhagen eingesetzt, wobei bis zu drei
Reisezugwagen mitgeführt wurden. Zusätzliche
"Lyntog"-Verbindungen wurden mit jeweils zwei MOs und
beigestellten D-Zugwagen realisiert, darunter die Verbindung
Kopenhagen-Esbjerg als "Bådtoget Englænderen".
Nach 1945 waren die MOs wieder landesweit auf Haupt- und Nebenbahnen
im Einsatz, ab 1950 auch mit
Steuerwagen.
Ab 1951 wurden 90 weitere
MOs als Serie V beschafft, die als wichtigste Neuerung über
einen ölgefeuerten Dampfkessel zur Zugheizung verfügten;
sie erhielten 1800er Betriebsnummern. Die meisten alten MOs wurden ab
1960 entsprechend modernisiert und mit 1900er Nummern bezeichnet. Die
letzten Betriebsjahre verbrachten die MOs auf Nebenstrecken, bis sie
Anfang der 1980er Jahre durch die Reihe
MR/MRD
abgelöst wurden. Die letzten fünf MOs waren in Struer stationiert und wurden 1983
zum Sommerfahrplan K83 ausgemustert.
Alle MOs waren über die gesamte Dienstzeit weinrot lackiert mit
grauem oder silbernem Dach. Die ersten vier Lieferserien waren
ursprünglich mit gelben Kasettenlinien verziert.
Museal erhaltene Fahrzeuge:
Dansk Jernbanemuseum: MO 1878, DSB Museumstog: MO 1954, 1846
DJK: MO 1829, 1848
Angelner Dampfeisenbahn, Flensburg: MO 1835
| Technische
Daten DSB MO 1801-1890 (Serie V) |
| Anzahl |
90 |
| Hersteller |
Frichs / Scandia |
| Baujahr |
1951-1958 |
| Achsfolge |
3' Bo' |
| Länge über Puffer |
20.938 mm |
| Motor |
2 x FRICHS Typ 6185CA, 6 Zylinder |
| Leistung |
2 x 184 kW (250 PS) bei 1000 U/min |
| Kraftübertragung |
dieselelektrisch |
| Höchstgeschwindigkeit |
120 km/h |
| Dienstgewicht |
65,0 t |
| Sitzplätze |
37 |
| Zuladung im Traglastenraum |
1,6 t |
| Ausstattung |
1 WC, ölgefeuerte Dampfheizung |
Abbildungen:
|
Betriebsnummern der MO-Serien I-V: |
|
Serie (Achsfolge) |
vor 1941
|
nach 1941
|
nach Umbau 1960-64
|
| Serie I (2' Bo', später 3' Bo') |
MO 211, 212 |
MO 551, 552 |
MO 1951, 1952 |
|
Serie II (3' Bo') |
MO 261-270
|
MO 553-562
|
MO 1953-1962
|
| Serie III (2' Bo') |
MO 271-280
|
MO 563-572
|
--
|
|
Serie IV (3' Bo') |
MO 281-307
|
MO 573-599
|
MO 1973-1999
|
| Serie V (3' Bo') |
-- |
-- |
MO 1801-1890 |
Quellen:
Andersen, Torben (2001): Den forkætrede MO-vogn, 2. del. Lokomotivet 66: 15-19.
Andersen, Torben (2002): Kort om DSB litra MO fra 1800-serien. Lokomotivet 71: 16-17.
Andersen, Torben (2005): Dansk Jernbanehistorie 2. Næstved: Lokomotivet´s forlag.
Nygård Jensen, Hans (2001): Den forkætrede MO-vogn. Lokomotivet 64: 33-40.
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