1939 bestellte die DSB auf
Basis der Reihe
MO
einen weiteren verstärkten Triebwagen der Reihe
MK, bei dem die Leistung des bewährten Motortyps durch
Druckladung und zwei weitere Zylinder verdoppelt wurde. Wie bei den
MOs war die doppelt ausgelegte Maschinenanlage mit dem
System
ASEA-Åkerman fernsteuerbar, so daß
beide Baureihen auch in gemischter Doppeltraktion betrieben werden
konnten. Neu war die Ausstattung mit einem ölgefeuerten
Dampfkessel zur Zugheizung sowie die stromlinienförmig im Dach
angeordnete Kühlanlage mit Lüftern. Desweiteren verfügte
das Fahrzeug über einen festgekuppelten Steuerwagen der Reihe
FK, dessen vier Achsen von je einem Fahrmotor angetrieben wurden. Für
die gesamte zweiteilige Einheit wurde in der zeitgenössischen Literatur
der neue Begriff "Motorvognsaggregat" geprägt.
Wegen der
Treibstoffrationierung durch die deutsche Besetzung Dänemarks
verzögerte sich die Auslieferung bis 1943, nach 1945 bewährte
sich der Triebwagensatz dann im Post- und Reisezugdienst. 1951 wurden vier
weitere leicht geänderte MK/FK-Sätze (u.a. verkürzte
Triebdrehgestelle) beschafft. Die Fahrzeuge wurden landesweit
eingesetzt, darunter auch auf der Verbindung Kopenhagen-Esbjerg als
"Bådtoget Englænderen". Hier wurden die roten
Lyntogsätze durch MK/FK-MO-Kombinationen mit bis zu vier
Zwischenwagen ersetzt, um mehr Plätze anbieten zu können.
In den 1960er Jahren
fuhren die MK/FKs vorwiegend Lokalverbindungen auf Jütland, 1971
erfolgte die Ausmusterung und Verschrottung.
Die MK/FK-Sätze
waren über die gesamte Dienstzeit weinrot lackiert mit grauem
oder silbernem Dach, der Prototyp MK/FK 675/676 war ursprünglich
mit gelben Kassettenlinien verziert. Bedauerlicher Weise ist
keines dieser imposanten Fahrzeuge erhalten.
Die Baureihe MK/FK bildet Höhepunkt und Abschluß der erfolgreichen
Entwicklung von Dieseltriebwagen bei A/S Frichs.
1941 entstand die Idee, einen fünf-Wagen "Lyntog"
bestehend aus zwei MK/FK-Triebzügen mit einem zusätzlichen Mittelwagen
zu bauen. Zwei dieser Kombinationen sollten auf der neuentstehenden
Vogelfluglinie mit der Fährverbindung Rødby-Puttgarden
zum Einsatz kommen, kriegsbedingt wurde das Projekt aber nicht realisiert.
| Technische Daten
DSB MK/FK 675/676 - 683/684 |
| |
MK 675-683 |
FK 676-684 |
| Anzahl |
5 |
5 |
| Hersteller |
Frichs |
Scandia |
| Baujahr |
1943, 1951 |
1943, 1951 |
| Achsfolge |
3' Bo' |
Bo' Bo' |
| Länge über Puffer: gesamt 42.060 mm |
21.030 mm |
21.030 mm |
| Motor |
2 x FRICHS Typ (?), 8 Zylinder, Druckladung |
- |
| Leistung |
2 x 368 kW (500 PS) bei 1000 U/min |
- |
| Kraftübertragung |
dieselelektrisch |
- |
| Höchstgeschwindigkeit |
120 km/h |
120 km/h |
| Dienstgewicht: gesamt 121,7 t* |
74,5 t |
47,2 t |
| Sitzplätze: gesamt 110* |
32 |
78 |
| Zuladung im Traglastenraum |
1,6 t (2,5 t ab 1960) |
- |
| Ausstattung |
2 WC, ölgefeuerte Dampfheizung
| 2 WC, ölgefeuerte Dampfheizung |
* = Wegen geringer
technischer Abweichungen war der Prototyp MK/FK 675/676 leichter und
bot 6 Sitzplätze mehr.
Abbildungen:
Zum Verbleib der einzelnen Fahrzeuge s.
Fahrzeugliste
Quellen:
Andersen, Torben (2002): DSB litra MK/FK - igen. Lokomotivet 70: 19-21.
Dresler, Steffen & Andersen, Torben (1994): Dobbeltmotorvognene litra MK/FK. Lokomotivet 3(35): 4-13.
Hedegaard Christensen (1943): Statsbanernes nyeste motorvognstype. Ingeniøren 33: 41-48.
Nørgaard Olesen, Thomas (2005): Lokomotivfabrikken Frichs. København: Dansk Jernbane Klub.
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