Steckbrief DSB Technische Daten DSB MK/FK 675/676 - 683/684


1939 bestellte die DSB auf Basis der Reihe MO einen weiteren verstärkten Triebwagen der Reihe MK, bei dem die Leistung des bewährten Motortyps durch Druckladung und zwei weitere Zylinder verdoppelt wurde. Wie bei den MOs war die doppelt ausgelegte Maschinenanlage mit dem System ASEA-Åkerman fernsteuerbar, so daß beide Baureihen auch in gemischter Doppeltraktion betrieben werden konnten. Neu war die Ausstattung mit einem ölgefeuerten Dampfkessel zur Zugheizung sowie die stromlinienförmig im Dach angeordnete Kühlanlage mit Lüftern. Desweiteren verfügte das Fahrzeug über einen festgekuppelten Steuerwagen der Reihe FK, dessen vier Achsen von je einem Fahrmotor angetrieben wurden. Für die gesamte zweiteilige Einheit wurde in der zeitgenössischen Literatur der neue Begriff "Motorvognsaggregat" geprägt.

Wegen der Treibstoffrationierung durch die deutsche Besetzung Dänemarks verzögerte sich die Auslieferung bis 1943, nach 1945 bewährte sich der Triebwagensatz dann im Post- und Reisezugdienst. 1951 wurden vier weitere leicht geänderte MK/FK-Sätze (u.a. verkürzte Triebdrehgestelle) beschafft. Die Fahrzeuge wurden landesweit eingesetzt, darunter auch auf der Verbindung Kopenhagen-Esbjerg als "Bådtoget Englænderen". Hier wurden die roten Lyntogsätze durch MK/FK-MO-Kombinationen mit bis zu vier Zwischenwagen ersetzt, um mehr Plätze anbieten zu können. In den 1960er Jahren fuhren die MK/FKs vorwiegend Lokalverbindungen auf Jütland, 1971 erfolgte die Ausmusterung und Verschrottung.

Die MK/FK-Sätze waren über die gesamte Dienstzeit weinrot lackiert mit grauem oder silbernem Dach, der Prototyp MK/FK 675/676 war ursprünglich mit gelben Kassettenlinien verziert. Bedauerlicher Weise ist keines dieser imposanten Fahrzeuge erhalten.

Die Baureihe MK/FK bildet Höhepunkt und Abschluß der erfolgreichen Entwicklung von Dieseltriebwagen bei A/S Frichs. 1941 entstand die Idee, einen fünf-Wagen "Lyntog" bestehend aus zwei MK/FK-Triebzügen mit einem zusätzlichen Mittelwagen zu bauen. Zwei dieser Kombinationen sollten auf der neuentstehenden Vogelfluglinie mit der Fährverbindung Rødby-Puttgarden zum Einsatz kommen, kriegsbedingt wurde das Projekt aber nicht realisiert.


Technische Daten DSB MK/FK 675/676 - 683/684
MK 675-683 FK 676-684
Anzahl 5 5
Hersteller Frichs Scandia
Baujahr 1943, 1951 1943, 1951
Achsfolge 3' Bo' Bo' Bo'
Länge über Puffer: gesamt 42.060 mm 21.030 mm 21.030 mm
Motor 2 x FRICHS Typ (?), 8 Zylinder, Druckladung -
Leistung 2 x 368 kW (500 PS) bei 1000 U/min -
Kraftübertragung dieselelektrisch -
Höchstgeschwindigkeit 120 km/h 120 km/h
Dienstgewicht: gesamt 121,7 t* 74,5 t 47,2 t
Sitzplätze: gesamt 110* 32 78
Zuladung im Traglastenraum 1,6 t (2,5 t ab 1960) -
Ausstattung 2 WC, ölgefeuerte Dampfheizung 2 WC, ölgefeuerte Dampfheizung

* = Wegen geringer technischer Abweichungen war der Prototyp MK/FK 675/676 leichter und bot 6 Sitzplätze mehr.


Abbildungen:

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Zum Verbleib der einzelnen Fahrzeuge s. Fahrzeugliste


Quellen:
Andersen, Torben (2002): DSB litra MK/FK - igen. Lokomotivet 70: 19-21.
Dresler, Steffen & Andersen, Torben (1994): Dobbeltmotorvognene litra MK/FK. Lokomotivet 3(35): 4-13.
Hedegaard Christensen (1943): Statsbanernes nyeste motorvognstype. Ingeniøren 33: 41-48.
Nørgaard Olesen, Thomas (2005): Lokomotivfabrikken Frichs. København: Dansk Jernbane Klub.


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