1900 wurde in Nagbøl bei Lunderskov eine Dorfschmiede gegründet,
die ab den 1930er Jahren unter dem Namen "Erik Møller og
Sønner" bekannt wurde. 1942 übernahm Karl Møller
die Firma und entwickelte sie zum Maschinenbau-Unternehmen "Karl
Møllers Maskinfabrik Nagbøl" (KMN). Das Angebot umfasste
vielfältige Produkte für die Landwirtschaft sowie
Straßenwalzen und Kleinlokomotiven. Letztere waren zweiachsige
Motorloks, von denen einige hundert Stück vorwiegend für Industrie- und
Rübenbahnen gebaut wurden. Umgangssprachlich wird für diese Loks
häufig die Typbezeichnung "Nagbøl" verwendet. Bei den
dänischen Privatbahnen waren die regelspurigen Nagbøl-Traktoren
HFHJ T 4 und VLTJ 16 im Einsatz, beide sind nicht erhalten geblieben.
Ein zeitgenössischer Firmenprospekt führte im Standardprogramm
acht verschiedene Kleinloktypen mit mechanischer Kraftübertragung
auf. Die Typenbezeichnungen lauteten "KMN" mit einer
Gewichtsangabe von 2,5 bis 12 t. Angeboten wurden Fordson
Dieselmotoren mit 3, 4 und 6 Zylindern und einer Leistung zwischen 32
PS bei 2000 U/min und 92 PS bei 2500 U/min. Es bestand die Wahl
zwischen Ausführungen ohne, mit offenem und mit geschlossenem
Führerhaus. Der Werbetext betonte die einfache Bedienbarkeit und
die hohe Zuverlässigkeit - im Übrigen würde sich jeder
Vorarbeiter im Lande mit den verwendeten Motoren auskennen...
Karl Møller leitete sein Unternehmen, bis es 1973 durch den
konkurrierenden britischen GKN-Konzern übernommen wurde und seit 1993 als
"GKN Wheels Nagbøl A/S" agiert. Heute werden hier
Felgen für Landwirtschafts- und Baufahrzeuge von über
400 Mitarbeitern gefertigt.
Anschrift und Kontakt:
GKN Wheels Nagbøl A/S
Nagbølvej 31
DK-6640 Lunderskov
Phone: +45-7984 5100
e-mail:
gkn@gkn-wheels.dkk
www:
www.gkn-wheels.dk
Erhaltene KMN-Lok:
Hedelands Veteranbane (HVB): M 34
MHVJ: Rangiertraktor der Gørlev Sukkerfabrik (Regelspur)
Quellen:
GKN Wheels Nagbøl A/S: www.gkn-wheels.dk
Hedelands Veteranbane (HVB): www.ibk.dk
Hjorth, Svend: "Sindal Lokomotivfabrik": www.fonnesbech-hjorth.dk
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