Dänemark
entwickelte sich in der Moderne wirtschaftlich vorwiegend als
Agrarstaat, da weder nennenswerte Bodenschätze oder
Schwerindustrie vorhanden waren. Trotzdem entstanden einige
Unternehmen, die den Bedarf des Landes an Eisenbahnmaterial
weitgehend deckten. Die Gründung der meisten dieser Firmen erfolgte
als Werft, als Gießerei oder als landwirtschaftlicher Schlossereibetrieb,
lediglich Scandia in Randers startete von Anfang an als Eisenbahnproduzent.
Es entwickelte sich in Dänemark eine eigenständige Eisenbahn-Industriekultur,
aus der bemerkenswerte Konstruktionen entstanden.
So gehörte A/S Frichs aus Århus in den 1930er Jahren
weltweit zu den Pionieren der dieselelektrischen Traktion und Waggons von A/S Scandias
wurden weltweit wegen ihres hohen Komforts und ihrer Qualität geschätzt. Mit
ein bischen Übung lassen sich dänische Bahnfahrzeuge direkt an ihrem Design erkennen.
Die dänische Eisenbahnindustrie produzierte fast ausschließlich
für den heimischen Markt und hat somit international nur geringe
Aufmerksamkeit erreicht. Heute ist lediglich noch die vormalige Firma
Scandia unter dem Dach des Bombardier Konzerns im
Eisenbahngeschäft tätig.
Neben den genannten Unternehmen, beschäftigten sich in Dänemark auch die Werkstätten der
"Sydfyenske Jernbaner" mit dem Bau von Eisenbahnmaterial.
Schmalspurfahrzeuge wurden verschiedentlich in den Werkstätten der Betreiber und von folgenden
Unternehmen hergestellt (diese Liste ist sicher unvollständig):
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Hillerød Maskin- og Kedelsmedie (HMK): 3 Lokomotiven
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Jens Willemoes’ Efterfølgers Maskinfabrik (JWE): ca. 110 lokomotiver
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Nakskov Sukkerfabriks værksted, Nakskov
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