* 10. März 1851, † 3. Februar 1936: Architekt
Heinrich
E. C. Wenck wurde 1851 in Århus geboren und studierte 1869-1876
an Det Kongelige Danske Kunstakademi in Kopenhagen Architektur. 1878
wirkte er erstmals an einem Eisenbahnbau mit und 1891-1921 war er als
oberster Architekt der DSB für deren Bauten zuständig. In
dieser Funktion baute er u.a. den Kopenhagener Hauptbahnhof von 1911 und
den bekannten Bahnhof in Gedser von 1903 (das Dekor mit den nach Süden
abweisend wirkenden Burganlagen spiegelt angeblich die Haltung des Architekten
gegenüber dem Nachbarland wieder).
Als 1894 das erste große Gesetz zur Anlage neuer Bahnen in
Kraft trat, entwarf Heinrich E. C. Wenck die Gebäude für 13
der neuen Privatbahnen sowie 1895 das verspielte Empfangsgebäde der
Malmö-Fähre im kopenhagener Freihafen.
Station Gedser, DSB
Station Øresundsvej, Amagerbanen (AB)
Empfangsgebäde der
Malmö-Fähre im kopenhagener Freihafen
Heinrich
E. C. Wenck werden insgesamt ca. 150 Bahnhofsbauten sowie weitere
Wartehallen, Lager- und Lokschuppen zugeschrieben. Er ist damit
Dänemarks prägender Eisenbahn-Architekt seiner Zeit. Sein
Stil wird als "Nationalromantik" bezeichnet und ist
irgendwo zwischen Neobarock und Neoklassizismus angesiedelt. Die
Gestaltung seiner Bauten wurde u.a. von den wirtschaftlichen
Gegebenheiten der Auftraggeber und von lokalen Bauformen beeinflußt.
Dabei finden sich immer wieder weitgehend identische Grundentwürfe, die
sich vornehmlich in der Fassadengestaltung unterscheiden.
Neben seinen Aufträgen für Bahngesellschaften baute Heinrich E.
C. Wenck auch andere Zweckbauten wie Post-, Telegrafen- und
Zollämter. Ferner sind seine Aquarelle bekannt. Heinrich E. C.
Wenck starb am 3. Februar 1936 in Charlottenlund.
Quellen:
Jensen, Ulrik Tarp (2000): 1900: Wencks privatbanebygninger. Jernbane
historisk årbog 2000. Smørum, bane bøger.
Pedersen, Morten K. Mukkes Jernbanesider:
www.geocities.com/baja/trails/1530/rly/index.html
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