* 5. Mai 1866, † 9. Mai 1938: Unternehmer
Thomas B. Thrige wurde
1866 in Odense geboren, absolvierte eine Ausbildung als Schmied und
besuchte die Odense Tekniske Skole sowie Københavns
Tekniske Skole. Ende der 1880er Jahre folgten Studienreisen nach
Frankreich, Deutschland und USA, wo er u.a. für Thomas A. Edison
und bei General Electric arbeitete. 1894 kehrte er nach Odense heim,
wo er sich zunächst als Fahrradhändler niederließ.
Schon bald aber bestand sein wichtigster Geschäftsbereich in der
Ausführung von Elektroinstallationen. Odense hatte wenige Jahre
zuvor eine öffentliche Stromversorgung erhalten und so bezahlten
sich Thomas B. Thriges amerikanische Studienjahre.
1898 eröffnete
Thomas B. Thrige seine eigene Fabrik für Elektrogeräte
aller Art wie Dynamos und Motoren etc. Er wurde in den folgenden
Jahren zum größten Arbeitgeber der Stadt und zum
wohlhabendsten Unternehmer Dänemarks. 1909 begann er mit der
Herstelleung von Kraftfahrzeugen. Dieser Produktionszweig ging 1918 in der De
forenede Automobilfabrikker A/S -
Triangel auf, wo u.a. auch die
legendären Triangel-Motorwagen entstanden. Thomas B. Thrige
selbst engagierte sich im Eisenbahngeschäft erst, als er
1927 die Aktienmajorität bei Triangel übernahm.
Er leitete hier die Entwicklung großer Triebwagen mit
elektrischer Kraftübertragung ein, die praktischer
Weise aus Thriges eigener Produktion realisiert werden
konnte. Um Spannungen mit dem Konkurrenten Scandia zu
vermeiden, übernahm er 1930 auch hier die Aktienmehrheit und
koordinierte die Aktivitäten beider Häuser.
Er veranlasste beide
Firmen nur noch Zweitakt-Dieselmotoren aus dem Haus B&W zu verbauen, mit dem
er eine strategische Verbindung pflegte.
Thomas B. Thrige bekleidete neben seiner unternehmerischen Verantwortung verschiedene
öffentliche Ämter und tat sich als großzügiger
Mäzen hervor. Für die Zeit nach seinem aktiven Leben gründete er
1933 den "Thomas B. Thriges Fond", dem er seine Firmen übertrug.
Der Zweck dieses Fonds war der Betrieb und die Weiterentwicklung der Unternehmen.
Thomas B. Thrige zog sich im Frühjahr 1937 krankheitsbedingt aus dem
Wirtschaftsleben zurück und verstarb 1938.
Das Thrige-Unternehmen für elektrische Maschinen blieb unabhängig von Triangel
und fusionierte um 1966 mit Titan zur Thrige-Titan A/S. Nach weiteren diversen Fusionen ist das
Unternehmen heute Teil der T-T Electric mit Sitz in Frankreich, das
Werksgelände in Odense ist verkauft.
Quellen:
Gram Alkjær, Hans et al. (1976): Motor Materiel 1: Jernbanemotor materiellet fra
Triangel. Dansk Jernbane-Klub.
Kulturarvsstyrelsen: www.kulturarv.dk
Nørregård, Georg (1961): Vognfabrikken Scandia Randers 1861-1961. Randers: Scandia.
Odense Kommune: Om Thomas B. Thrige. http://www.odense.dk
T-T Electric: www.t-telectric.com
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